WOKO 2015

Eine echt bereichernde GemeinschaftWoche des gemeinsamen Lebens vom 27.9. bis 04.10.Interview zwischen Vivien Högelow und Michael Noss

Zum Erntedanksonntag, am 4. Oktober, gestaltete die Jugendgruppe den Abendmahlsgottesdienst in wesentlichen Teilen mit. Begrüßung, Lesung, Gebete, Erklärungen zum Predigttext vom „Reichen Kornbauern“ aus Lukas 12, das Austeilen des Abendmahls, Bekanntmachungen und die gesamte musikalische Gestaltung lag in der Hand der Yougendgruppe. 

Die Gemeinde äußerte sich begeistert und dankbar über solch eine kreative, fröhliche und inspirierende Gruppe junger Christinnen und Christen. Der Gottesdienst bildete auch den Abschluss des diesjährigen WoKos, der Woche gemeinsamen Lebens in der Gemeinde. Michael Noss interviewte Vivien Högelow.

MN: Vivien, was ist ein Woko?

VH: Das Woko - voll ausgesprochen: Wochenkollektiv - ist eine Zeit, in der die Jugend eine Woche lang ihren Alltag gemeinsam lebt. Das heißt wir schlafen, essen und leben gemeinsam im Gemeindegebäude.

MN: Wie sieht denn so ein Tagesablauf aus?

VH: Unter der Woche steht jeder wie gewöhnlich auf, geht zur Uni, zur Schule oder zur Arbeit (oder hat, wie die vielen glücklichen Studenten, noch Ferien und kann erstmal ausschlafen). Danach kommt man zurück zur Gemeinde, wo immer super Gesellschaft, leckeres Essen (welches wir jeden Abend in Gruppen gemeinsam gekocht haben) und guter Input (durch eingeladene Gäste) gewartet haben. Nach dem reichlichen und ausgefallenen Abendbrot wurde fleißig alles aufgeräumt und abgewaschen, sodass man sich danach im Yougendraum traf um dort den Tag mit guten Gesprächen, zahlreichen Spielen oder kreativer Musik ausklingen zu lassen. Schlafen ging dann jeder, wenn er müde genug war.

MN: Wie viele junge Leute haben in diesem Jahr am WoKo teilgenommen?

VH: Teilgenommen haben dieses Jahr 30 Jugendliche, allerdings konnten nicht alle die gesamte Woche mitmachen.

MN: Wann mussten die ersten morgens raus? Habt ihr gemeinsam den Tag begonnen?

VH: Die ersten standen teilweise schon um 5 Uhr auf, während andere dann erst schlafen gingen, sodass man morgens öfter noch Gesellschaft hatte, wenn man einer der frühen Kandidaten war.

MN: Und wann war abends Schluss? Konntet Ihr gut schlafen?

VH: Schluss war eigentlich nie. Viele konnten die Nacht zum Tag machen und wurden dort erst so richtig kreativ. So fanden wir Mädchen einige Tage aufwendig konstruierte Gebilde aus einen Handballtor und anderem Zeug vor unserem Schlafraum, sodass wir morgens schon ordentlich gefordert waren, um aus unserem Raum zu gelangen. Wenn wir dann doch irgendwann geschlafen haben, konnten wir gut schlafen. Doch viel Schlaf hat in dieser Woche wohl niemand bekommen.

MN: Gab es irgendwelche inhaltliche Programmpunkte?

VH: Sonntag nach dem Gottesdienst begann unser Woko, die Schlafräume wurden bezogen, man lernte sich kennen und abends gab es das erste gemeinsame Essen. An jedem Morgen gab es eine Andacht. Da wir aber so unterschiedlich in den Tag gestartet sind, hatten Dagmar Wegener, Orscar Schulz und Sebastian Noss Andachten auf Video aufgenommen, so dass, sie immer wieder angesehen und angehört werden konnten. Montag hatte unsere liebe Celine K. Geburtstag, sodass wir abends noch ein wenig gefeiert und Kuchen gegessen haben. Dienstag hatten wir wieder eine Geburtstagskind, diesmal Annina H., da hatten wir die Nacht zuvor schon ein wenig reingefeiert. Am Abend teilte man sich in Gruppen ein und der Gottesdienst wurde geplant und besprochen. Am Mittwoch gingen wir nach dem Abendbrot in das Schöneberger Schwimmbad. Donnerstag wurde der Gottesdienst weiter besprochen. Freitag abend spielten wir Sardine und andere Spiele. Samstag brunchten wir gemeinsam ein super lecker zubereitetes Frühstück. Danach wurde erneut fleißig geprobt,  später waren wir im Park, sangen gemeinsam und spielten WikingerCup. In der Nacht zu Sonntag wurden dann die letzten Feinschliffe für den Gottesdienst vorgenommen, sodass Sonntag für uns erfolgreich „über die Bühne“ gebracht wurde.

MN: Eure Mitgestaltung des Gottesdienstes hat die Gemeinde ja am Sonntag miterlebt. Wie lief die Vorbereitung?

VH: Die Vorbereitungen liefen sehr gut, es fühlte sich jeder sofort für ein Gebiet verantwortlich und konnte somit seine Stärken einbringen. Dabei waren wir so kreativ, dass wir am Ende sogar einen eigenen Song geschrieben haben, den wir im Gottesdienst voll Freude präsentieren konnten. So konnten vielleicht einige nachempfinden, wie aufregend und spannend diese Woche für uns war.

MN: Wie würdest Du die Stimmung in der Jugendgruppe beschreiben?

VH: Die Stimmung in der Jugendgruppe ist sehr entspannt, man fühlt sich wohl und hilft einander wo es geht. Man geht herzlich miteinander um und kann viel Spaß miteinander haben. Wir sind so viele unterschiedliche Menschen, mit wunderbaren Eigenschaften und speziellen Charakteren, sodass die Gemeinschaft eine echte Bereicherung ist.

MN: Wann kommt das nächste Woko?

VH: Das nächste Woko wird es voraussichtlich im Herbst 2016 geben. Allerdings wurde schon häufig der Wunsch geäußert, öfter mal ein Wochenende zusammen zu leben oder vielleicht sogar zweimal im Jahr Woko zu organisieren. Wir werden uns das mal durch den Kopf gehen lassen. Wir sind jedenfalls total dankbar diese Möglichkeit zu haben und in einer so tollen Gemeinde zu leben.

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